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DSGVO-bewusste Online-Experimente durchführen

Wie psyKasten für Forschung im europäischen Datenschutzrahmen gebaut ist — und was in Ihrer Verantwortung als Forschende bleibt.

Warum das zählt

Ethikkommissionen und Datenschutzbeauftragte stellen zunehmend harte Fragen an Online-Studienplattformen: wohin Daten fließen, was eine teilnehmende Person identifiziert und wer Löschung kontrolliert. Eine Plattform, die erst nachträglich für diese Fragen zurechtgebogen wird, macht jede Antwort schwerer.

Datenminimierung als Konstruktionsprinzip

Teilnehmende sind konstruktionsbedingt pseudonym. Sie brauchen kein Konto, keine E-Mail-Adresse und keinen Namen: Sie werden über eine studieninterne Kennung identifiziert — selbst gewählt, automatisch generiert oder die ID einer Rekrutierungsplattform — plus exakt die demografischen Felder, die Sie für Ihre Studie definieren. Was Sie nicht abfragen, existiert nicht.

Testergebnisse speichern Verhaltensdaten (Antworten, Latenzen, Qualitätsmetriken) und den für Datenqualität nötigen technischen Kontext, bezogen auf diese pseudonyme Kennung.

Einwilligung, serverseitig erzwungen

Studien können eine Einwilligung vor dem ersten Test verlangen. Das Gate wird vom Server erzwungen, nicht von der Oberfläche: Für eine Person ohne abgeschlossenen Einwilligungs- und Aufnahmeschritt werden keine Testdaten angenommen. Den Einwilligungstext verfassen Sie — in der Sprache Ihrer Teilnehmenden.

Kontrolle der Forschenden über die Daten

Ihre Studiendaten gehören Ihnen: Exportieren Sie sie jederzeit als analysefertiges CSV oder JSON, einschließlich der exakten Testparameter, mit denen jede Zeile erzeugt wurde. Das Löschen einer teilnehmenden Person oder einer Studie entfernt die zugehörigen Ergebnisse.

Der Zugriff auf Ergebnisse ist auf die Studieninhaberin bzw. den Studieninhaber beschränkt; Teilnahmelinks verwenden sichere Einzweck-Schlüssel statt geteilter Logins.

Ein europäisches Fundament

psyKasten wird in Deutschland entwickelt, mit deutschsprachigem Standard, veröffentlichtem Impressum und Datenschutzerklärung und einer klaren Positionierung für Forschung und Lehre — ausdrücklich kein Medizinprodukt und kein Diagnostikinstrument.

Was in Ihrer Verantwortung bleibt

DSGVO-Konformität ist eine Eigenschaft einer Studie, nicht nur ihrer Software. Als Forschende bleiben Sie Verantwortliche für die Daten Ihrer Teilnehmenden: Ihr Ethikvotum, Ihre Rechtsgrundlage, Ihre Aufbewahrungsregeln und Ihre Teilnehmendeninformation definieren Sie.

Beziehen Sie Ihre Datenschutzbeauftragten und Ihre Ethikkommission früh ein — und nutzen Sie Minimierung, Einwilligungs-Gate und Exportkontrollen der Plattform als Bausteine in diesem Prozess, nicht als dessen Ersatz.